Theater im Klassenzimmer

Und auch so bitterkalt

von Lara Schützsack
Ausstattung Juliane Grebin
Dramaturgie Birgit Lengers
Uraufführung Rosa-Luxemburg-Gymnasium 26. September 2014
Valerie Oberhof
Katharina Schenk
Berliner Zeitung
Cornelia Geissler, 29.09.2014
Wenn die Schauspielerinnen sich durch die engen Reihen quetschen, sich auf Tische legen, den nassen Schwamm an die Tafel schleudern, Butterbrote verteilen, dann hört man kein verschämtes Kindergekicher, sondern echtes Staunen oder Erschrecken. Die Aufführung zeigte beispielhaft den großen Reiz der Klassenzimmerstücke, mit denen das Junge DT nun schon seit fünf Jahren in die Schulen zieht, jedes Jahr gibt es ein neues. Valerie Oberhof und Katharina Schenk sind sichtbar älter als die Zuschauer, aber eben auch deutlich jünger als deren Eltern. Sie strahlen beim Sprechen, sie singen mit Seele, und wenn Oberhof die Lucinda gibt, dann knatscht sie so auf ihrem Kaugummi herum, als wäre das eine Protestdemonstration. Keine der beiden ist so dünn, dass man sie der Magersucht verdächtigen würde, aber als Malina von den Rippen und der Haut Lucindas spricht, glaubt man ihr, was sie sieht. Der Funke muss hier nicht von der Bühne in die Zuschauerreihen springen. Wenn der Text was taugt, die Regie Raum und Publikum mitdenkt und die Akteure ihr Handwerk verstehen, dann knistert es ringsum. So wie diesmal.

Hier geht's zur vollständigen Kritik.
Wenn die Schauspielerinnen sich durch die engen Reihen quetschen, sich auf Tische legen, den nassen Schwamm an die Tafel schleudern, Butterbrote verteilen, dann hört man kein verschämtes Kindergekicher, sondern echtes Staunen oder Erschrecken. Die Aufführung zeigte beispielhaft den großen Reiz der Klassenzimmerstücke, mit denen das Junge DT nun schon seit fünf Jahren in die Schulen zieht, jedes Jahr gibt es ein neues. Valerie Oberhof und Katharina Schenk sind sichtbar älter als die Zuschauer, aber eben auch deutlich jünger als deren Eltern. Sie strahlen beim Sprechen, sie singen mit Seele, und wenn Oberhof die Lucinda gibt, dann knatscht sie so auf ihrem Kaugummi herum, als wäre das eine Protestdemonstration. Keine der beiden ist so dünn, dass man sie der Magersucht verdächtigen würde, aber als Malina von den Rippen und der Haut Lucindas spricht, glaubt man ihr, was sie sieht. Der Funke muss hier nicht von der Bühne in die Zuschauerreihen springen. Wenn der Text was taugt, die Regie Raum und Publikum mitdenkt und die Akteure ihr Handwerk verstehen, dann knistert es ringsum. So wie diesmal.

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Kulturradio vom RBB - Zeitpunkte
Oliver Kranz, 29.09.2014
Jenke Nordalm hat das Stück inszeniert. Die Schauspielerinnen spielen nicht nur vorn an der Tafel, sondern klettern auch über Tische und Bänke. Den Kaugummi, den Lucinda immer kaut, um keinen Hunger zu bekommen, kleben sie einfach an die Wand. Ein Requisit das provoziert. In der Geschichte nutzt Lucinda den Kaugummi, um ihre Mutter zur Weißglut zu bringen. (...) Drei Achtklässlerinnen nach der Premiere. Die Inszenierung finden sie toll. Das dargestellte Problem hingegen macht sie ratlos. Warum ist Lucinda, wie sie ist? Warum redet sie nicht mit ihren Eltern? Warum hungert sie, bis der Krankenwagen kommt? Die Inszenierung lässt viele Fragen offen. Gerade das macht sie so spannend und wirkungsvoll… Jenke Nordalm hat das Stück inszeniert. Die Schauspielerinnen spielen nicht nur vorn an der Tafel, sondern klettern auch über Tische und Bänke. Den Kaugummi, den Lucinda immer kaut, um keinen Hunger zu bekommen, kleben sie einfach an die Wand. Ein Requisit das provoziert. In der Geschichte nutzt Lucinda den Kaugummi, um ihre Mutter zur Weißglut zu bringen. (...) Drei Achtklässlerinnen nach der Premiere. Die Inszenierung finden sie toll. Das dargestellte Problem hingegen macht sie ratlos. Warum ist Lucinda, wie sie ist? Warum redet sie nicht mit ihren Eltern? Warum hungert sie, bis der Krankenwagen kommt? Die Inszenierung lässt viele Fragen offen. Gerade das macht sie so spannend und wirkungsvoll…

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Deutsches Theater
19.30 - 20.40
Mit englischen Übertiteln
von Clemens Meyer
Kammerspiele
20.00 - 23.00