Jules und Jim

nach dem Roman von Henri-Pierre Roché
Video Moritz Grewenig
Dramaturgie Anika Steinhoff
Premiere 6. Dezember 2013
Ole LagerpuschJules
Elias ArensJim
Olivia GräserCatherine
Katharina MatzErzählerin/Catherine
Catherine
Erzählerin/Catherine
Berliner Morgenpost
Kathrin Pauly, 08.12.2013
'Jules und Jim' heißt der Abend, also konzentriert sie sich von Anfang an auf die beiden Herren. Auf ihre von der Leichtigkeit des Seins getragene Freundschaft und darauf, dass die ein Leben lang nicht infrage steht. Obwohl Catherine sich erst mit Jim verabredet, dann Jules heiratet, später aber von Jim ein Kind will. Ole Lagerpuschs Jules ist sanft, verstehend, ein bisschen naiv. Jim dagegen bei Elias Arens ganz der gestandene Bonvivant, ein selbst ernannter "revolutionärer Feind der Ehe". Für diese Freundschaft legt Lilja Rupprecht in wenigen Strichen zwischen Bett (für den Damenbesuch und die Melancholie) und einfachem Holztisch (für Bücher, Rotwein und Schachpartien) ein sicheres szenisches Fundament. 'Jules und Jim' heißt der Abend, also konzentriert sie sich von Anfang an auf die beiden Herren. Auf ihre von der Leichtigkeit des Seins getragene Freundschaft und darauf, dass die ein Leben lang nicht infrage steht. Obwohl Catherine sich erst mit Jim verabredet, dann Jules heiratet, später aber von Jim ein Kind will. Ole Lagerpuschs Jules ist sanft, verstehend, ein bisschen naiv. Jim dagegen bei Elias Arens ganz der gestandene Bonvivant, ein selbst ernannter "revolutionärer Feind der Ehe". Für diese Freundschaft legt Lilja Rupprecht in wenigen Strichen zwischen Bett (für den Damenbesuch und die Melancholie) und einfachem Holztisch (für Bücher, Rotwein und Schachpartien) ein sicheres szenisches Fundament.
Kulturradio vom RBB
Peter Hans Göpfert, 07.12.2013
Der Freundschaft zwischen dem Franzosen Jim (und er will, dass sein Name englisch, wie Gin, gesprochen wird) und dem Deutschen oder ursprünglich Österreicher Jules und beider wechselvoller Liebe zu Catherine liegt die tatsächliche Dreiecksliebesgeschichte zwischen Roché und dem deutschen Schriftsteller, dem Flaneur Franz Hessel und dessen Frau Helen zugrunde, sie war die Tochter eines Berliner Bankiers. Beider Sohn ist Stéphane Hessel, dessen Essay 'Empört Euch' in jüngerer Zeit große Resonanz gefunden hat. Vor zwanzig Jahren sind die Tagebücher Helen Hessels veröffentlicht worden, über sie ist zudem eine Biografie erschienen. Alle Drei hatten, auf Anregung Rochés, eine Art gemeinsames Tagebuch geschrieben, das den Beteiligten dann als Vorlage für Romane diente.

Gespielt wird auf einer Simultanbühne. Egal ob wir in Paris, im Schwarzwald oder in Griechenland sind. Sehr wichtig: ein Bett. Ein welkes Hortensiengesträuch (schwieriges Dickicht signalisierend) und ein Bistrotisch. Hier verpasst Jim anfangs ein Treffen mit der unpünktlichen Catherine, Pech gehabt: sie heiratet Jules.  Besonders zu Beginn gelingt es, mit der Schilderung eines tollen Pariser Künstlerfestes, mit Chansonfetzen und filmartigen flimmernden Streifen und vor allem auch spielerisch die unbeschwerte Atmosphäre zu zeichnen, in der die Drei sich begegnen.  (...)

Lilja Rupprecht gelingt hier ein hübsches Capriccio.
Der Freundschaft zwischen dem Franzosen Jim (und er will, dass sein Name englisch, wie Gin, gesprochen wird) und dem Deutschen oder ursprünglich Österreicher Jules und beider wechselvoller Liebe zu Catherine liegt die tatsächliche Dreiecksliebesgeschichte zwischen Roché und dem deutschen Schriftsteller, dem Flaneur Franz Hessel und dessen Frau Helen zugrunde, sie war die Tochter eines Berliner Bankiers. Beider Sohn ist Stéphane Hessel, dessen Essay 'Empört Euch' in jüngerer Zeit große Resonanz gefunden hat. Vor zwanzig Jahren sind die Tagebücher Helen Hessels veröffentlicht worden, über sie ist zudem eine Biografie erschienen. Alle Drei hatten, auf Anregung Rochés, eine Art gemeinsames Tagebuch geschrieben, das den Beteiligten dann als Vorlage für Romane diente.

Gespielt wird auf einer Simultanbühne. Egal ob wir in Paris, im Schwarzwald oder in Griechenland sind. Sehr wichtig: ein Bett. Ein welkes Hortensiengesträuch (schwieriges Dickicht signalisierend) und ein Bistrotisch. Hier verpasst Jim anfangs ein Treffen mit der unpünktlichen Catherine, Pech gehabt: sie heiratet Jules.  Besonders zu Beginn gelingt es, mit der Schilderung eines tollen Pariser Künstlerfestes, mit Chansonfetzen und filmartigen flimmernden Streifen und vor allem auch spielerisch die unbeschwerte Atmosphäre zu zeichnen, in der die Drei sich begegnen.  (...)

Lilja Rupprecht gelingt hier ein hübsches Capriccio.

Außerdem im Spielplan

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von Anton Tschechow
Deutsches Theater
19.00 - 22.05
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
von Sibylle Berg
Regie: Salome Dastmalchi
Box
19.30
Mit englischen Übertiteln
von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann
Nachgespräch mit Jette Steckel, Anika Steinhoff und dem Ensemble – Saal
Kammerspiele
20.00 - 22.25