Aufhören! Schluss jetzt! Lauter! 12 letzte Lieder

von Stemann/Kürstner/Vogel/von Blomberg
Uraufführung 19. Februar 2011
Margit Bendokat
Andreas Döhler
Felix Goeser
Barbara Heynen
Maria Schrader
Thomas Kürstner
Rainer Piwek
Nicolas Stemann
Sebastian Vogel
Berliner Zeitung
Ulrich Seidler, 21.02.2011
Es ist ein bühnenlaunigprotziger Abend, der dazu geeignet ist, verlorenes und noch nicht gewonnenes Publikum für das Theater (zurück) zu erobern. Es ist ein bühnenlaunigprotziger Abend, der dazu geeignet ist, verlorenes und noch nicht gewonnenes Publikum für das Theater (zurück) zu erobern.
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Ronald Meyer-Arlt, 21.02.2011
Die wunderbare Maria Schrader singt und spielt Klavier, Margit Bendokat erzählt, Andreas Döhler raucht und singt mit grandioser Verzweiflung, Rainer Piweck spielt Kontrabass und singt im Falsett. Toll.
Schluss mit dem ‚Terror der Sinnproduktion‘? Selten läuft die Sinnproduktionsmaschine Theater so rund wie hier.
Die wunderbare Maria Schrader singt und spielt Klavier, Margit Bendokat erzählt, Andreas Döhler raucht und singt mit grandioser Verzweiflung, Rainer Piweck spielt Kontrabass und singt im Falsett. Toll.
Schluss mit dem ‚Terror der Sinnproduktion‘? Selten läuft die Sinnproduktionsmaschine Theater so rund wie hier.
nachtkritik.de
Georg Kasch, 20.02.2011
Keine Frage: Dieser Abend hat Momente, bei denen es schade wäre, würde man sie verpassen. Etwa die wunderbare Margit Bendokat, die im golddurchwirkten Federboakleid auch die ärgsten Nonsense-Geschichten noch mit einer Intensität und Sprachkunst vorträgt, dass man gebannt und amüsiert zuhört. Wenn sie den Besserwutossi rauslässt und „Ich will mein ‚Nüscht‘ wiederhaben“ skandiert oder Kalauer mit ihrer nachschleifenden, widerhakenden Diktion adelt, will man das einen ganzen Abend lang. Keine Frage: Dieser Abend hat Momente, bei denen es schade wäre, würde man sie verpassen. Etwa die wunderbare Margit Bendokat, die im golddurchwirkten Federboakleid auch die ärgsten Nonsense-Geschichten noch mit einer Intensität und Sprachkunst vorträgt, dass man gebannt und amüsiert zuhört. Wenn sie den Besserwutossi rauslässt und „Ich will mein ‚Nüscht‘ wiederhaben“ skandiert oder Kalauer mit ihrer nachschleifenden, widerhakenden Diktion adelt, will man das einen ganzen Abend lang.
neues deutschland
Hans-Dieter Schütt, 28.02.2011
Roter Samtvorhang, Drehbühne mit Revuetreppe, Videos, kleine Kulissenhäuschen und etwas größere Zelte, lauter Örtlichkeiten fürs grelle Panorama der modernen Verlorenheit, des Psychodrucks, der übermalten Existenzblässe des depressiven Menschen.
Dieser Liederabend hat, was ein Liederabend benötigt: Lieder, denen ein Abendgerade lang genug ist.
Roter Samtvorhang, Drehbühne mit Revuetreppe, Videos, kleine Kulissenhäuschen und etwas größere Zelte, lauter Örtlichkeiten fürs grelle Panorama der modernen Verlorenheit, des Psychodrucks, der übermalten Existenzblässe des depressiven Menschen.
Dieser Liederabend hat, was ein Liederabend benötigt: Lieder, denen ein Abendgerade lang genug ist.
Abendzeitung München
Dieter Stoll, 21.02.2011
Ein Ensemble rockt Depression, Margit Bendokat trägt abstruse Geschichten vor und für die videogestützte Wiedergeburt des Dadaismus wäre so schon mal ein Schritt getan. Der Spott über Erwartungen ans Theater nimmt dem pikierten Teil des Publikums die Argumente umweglos aus dem Kopf, der mit dramaturgischen Schlaglöchern durchsetzte Weg schlängelt sich zielsicher zur Parole ‚Freiheit der Kunst gegen den Terror des Sinns‘. Ironie und Mitsingen hilft sehr bei der Einordnung solcher Manifeste. Ein unverschämt offener Abend, der aus dem Schatten von Stemanns ‚Kontrakte des Kaufmanns‘ wuchert und ihm so doch Elfriede, Freude, Eierkuchen bringt. Ein Ensemble rockt Depression, Margit Bendokat trägt abstruse Geschichten vor und für die videogestützte Wiedergeburt des Dadaismus wäre so schon mal ein Schritt getan. Der Spott über Erwartungen ans Theater nimmt dem pikierten Teil des Publikums die Argumente umweglos aus dem Kopf, der mit dramaturgischen Schlaglöchern durchsetzte Weg schlängelt sich zielsicher zur Parole ‚Freiheit der Kunst gegen den Terror des Sinns‘. Ironie und Mitsingen hilft sehr bei der Einordnung solcher Manifeste. Ein unverschämt offener Abend, der aus dem Schatten von Stemanns ‚Kontrakte des Kaufmanns‘ wuchert und ihm so doch Elfriede, Freude, Eierkuchen bringt.
Frankfurter Rundschau
Jürgen Otten, 22.02.2011
Ein Nummern-Song reiht sich an den anderen, eine Gaga-Dada-Einlage sticht die nächste aus. Fast möchte man meinen, der Sinn bestünde darin, ihn zu vernichten, ein für alle Mal, nur um zu sehen, was für ein wunderliches Theater aus diesen Ruinen heraustritt. Und so poltern und stolpern sie denn durch den bunten Krimskramsladen, den Stemann gemeinsam mit Jelena Nagorni ein Bühnenbild nennt, die Schauspieler und Musiker, die hier im Grunde immer beides sind, insbesondere aber eines immer sein wollen: Klamaukindianer. Ein Nummern-Song reiht sich an den anderen, eine Gaga-Dada-Einlage sticht die nächste aus. Fast möchte man meinen, der Sinn bestünde darin, ihn zu vernichten, ein für alle Mal, nur um zu sehen, was für ein wunderliches Theater aus diesen Ruinen heraustritt. Und so poltern und stolpern sie denn durch den bunten Krimskramsladen, den Stemann gemeinsam mit Jelena Nagorni ein Bühnenbild nennt, die Schauspieler und Musiker, die hier im Grunde immer beides sind, insbesondere aber eines immer sein wollen: Klamaukindianer.

Im Spannungsfeld von Dienstleistung und Verweigerung

Außerdem im Spielplan

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von Anton Tschechow
Deutsches Theater
19.00 - 22.05
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
von Sibylle Berg
Regie: Salome Dastmalchi
Box
19.30
Mit englischen Übertiteln
von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann
Nachgespräch mit Jette Steckel, Anika Steinhoff und dem Ensemble – Saal
Kammerspiele
20.00 - 22.25